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Richtig heizen mit Holz: Anzünden, Nachlegen und das richtige Brennholz

So zünden Sie Ihren Ofen von oben oder unten an, legen richtig nach und wählen das passende Brennholz – mit Film, Grafiken und Antworten auf die häufigsten Fragen.

Richtig heizen mit Holz: Anzünden, Nachlegen und das richtige Brennholz
Film „Richtig heizen mit Holz“ (7:23 Min.): Brennholz, Anzünden von oben und unten, Nachlegen und Ausbrand – Schritt für Schritt erklärt.

Mit dem richtigen Brennholz, dem passenden Anzünden und etwas Geduld beim Nachlegen holen Sie aus Ihrem Kaminofen mehr Wärme, haben weniger Rauch und eine sauberere Scheibe. Hier das Wichtigste in Kürze – ausführlich mit Film und Grafiken finden Sie es im Film unten und in den Grafiken. Die kurzen Antworten auf die häufigsten Fragen finden Sie unter Häufige Fragen.

Das Wichtigste zuerst

  • Nur trockenes, naturbelassenes Holz verbrennen – Müll und behandeltes Holz gehören nie in den Ofen.
  • Scheitholz muss unter 25 % Feuchtegehalt (ca. 20 % Wassergehalt) haben; ideal sind 15–20 % Wassergehalt.
  • Ohne Rost von oben anzünden, mit Rost von unten – und zum Anzünden die Luft ganz öffnen.
  • Erst drosseln, wenn alle Scheite brennen; nachlegen, sobald nur noch Grundglut und kleine Flammen da sind.
  • Scheite nicht hineinwerfen, sondern auf ein zusammengeschobenes Glutbett legen.
  • Asche immer in einen Metalleimer mit Deckel – auch kalt wirkende Asche kann noch Glut enthalten.
  • Die Bedienungsanleitung des Ofens hat im Zweifel Vorrang.

Welches Holz darf in den Ofen?

Zwei Fotos: links erlaubt – naturbelassene, trockene Holzscheite im Ofen; rechts verboten – Müll und Papier im Ofen. Darunter Listen der erlaubten und verbotenen Brennstoffe.
  • Naturbelassenes stückiges Holz einschließlich anhaftender Rinde, vor allem Scheitholz
  • Holzbriketts aus naturbelassenem Holz
  • Holzpellets mit Qualitätsnachweis (nur in Pelletöfen)

Nie verbrennen: Müll und Abfälle jeder Art, Behandeltes Holz und Altholz, Lackiertes oder bestrichenes Holz, Holz mit Holzschutzmitteln, Sperrholz, Spanplatten, Faserplatten und anderes verleimtes Holz, Rindenbriketts, Kunststoffe aller Art. Zum Anzünden niemals Spiritus oder Petroleum – es besteht Verpuffungsgefahr.

Wie trocken muss das Holz sein?

Unter 25 % Feuchtegehalt (entspricht ca. 20 % Wassergehalt), ideal sind 15–20 % Wassergehalt. Frisches Holz braucht je nach Holzart, Lagerort und Spaltgröße etwa ein bis drei Jahre. Lagern Sie das Holz überdacht, mit Abstand zum Boden und so luftig, dass Luft durch den Stapel strömt. Mit einem günstigen Holzfeuchtemessgerät prüfen Sie die Restfeuchte selbst.

Foto von frisch gespaltenem Brennholz und eine Farbskala in Prozent Wassergehalt: unter 15 Prozent sehr trocken (gelb), 15 bis 20 Prozent ideal (grün), über 20 Prozent zu nass (rot).
Foto von Gitterboxen mit gespaltenem Brennholz auf Paletten, überdacht gelagert und mit Luft durch die Gitter; Beschriftung: überdacht, luftig, Abstand zum Boden, ein bis drei Jahre Trocknung.

Anzünden: von oben oder von unten?

Ohne Bodenrost zünden Sie von oben an, mit Rost von unten.

Foto aus dem Feuerraum von oben: zwei Holzscheite liegen unten, darauf ist fingerdickes Anzündholz kreuz und quer geschichtet; ein kleines Foto zeigt, wie ein Anzünder dazwischen angezündet wird. Nummerierte Markierungen erklären die vier Schritte.
Foto vom Gussrost eines Kaminofens mit zwei weißen Anzündwürfeln; zwei kleine Fotos zeigen darüber geschichtetes Anzündholz und obenauf dünne Scheite. Nummerierte Markierungen erklären die vier Schritte.

Anzünden von oben (bei Feuerstätten ohne Bodenrost (rostlose Feuerung))

  1. Feuerraum säubern (außer die Anleitung verlangt, Asche liegen zu lassen) und die Verbrennungsluft ganz öffnen – Stellung „Anzünden“ oder „max“.
  2. Zwei bis drei Holzscheite mit kleinem Abstand nebeneinander auf den Boden legen, die Spaltkanten zeigen nach oben.
  3. Fingerdickes Anzündholz kreuz und quer auf die Scheite schichten und das Anzündmittel (Anzündwürfel, -kissen, Zündwolle) dazwischen legen.
  4. Drosselklappen und Absperrschieber prüfen – sie müssen offen sein.
  5. Anzünder entzünden, Feuerraumtür schließen. Nach kurzer Zeit brennen sichtbare Flammen.

Anzünden von unten (bei Feuerstätten mit Bodenrost)

  1. Rost öffnen, Verbrennungsluft ganz öffnen (Stellung „Anzünden“ oder „max“).
  2. Anzündmittel auf den Rost legen, darauf etwa zwei Lagen Anzündholz schichten.
  3. Obenauf zwei bis drei nicht zu dicke Scheite mit kleinem Abstand legen, die Spaltkante zeigt nach unten.
  4. Drosselklappen und Absperrschieber prüfen, Anzünder entzünden, Tür schließen.

Heizen und Nachlegen

Drei Fotos aus dem Feuerraum nebeneinander: Anzünden mit großer Flamme und ganz offenem Luftschieber, Heizen mit ruhigerem Feuer und gedrosseltem Luftschieber, Ausbrand mit glühender Restglut und geschlossenem Luftschieber.
  1. Sobald die Flammen alle Scheite erreicht haben, die Luftzufuhr drosseln (genaue Stellung laut Anleitung).
  2. Nachlegen, wenn eine Grundglut da ist und nur noch kleine Flammen brennen. Tür langsam öffnen, damit kein Rauch austritt.
  3. Glut zu einem kompakten Glutbett zusammenschieben und die Scheite mit der Spaltkante nach unten behutsam darauflegen – nie hineinwerfen.
  4. Zum schnellen Überzünden die Luft kurz weiter öffnen, danach wieder auf Normalbetrieb stellen.
  5. Größere Holzmengen locker in eine Richtung schichten, nicht kreuz und quer.
Foto vom Glutbett im Ofen mit Asche, kleiner Flamme und einem auf die Grundglut gelegten Holzbrikett; ein kleines Foto zeigt die Ofentür mit Luftschieber-Symbolen. Nummern erklären Grundglut abwarten, Tür langsam öffnen, Glut zusammenschieben und Holz auflegen.

Nach dem Heizen

  1. Kein Holz mehr nachlegen und die Restglut ausglühen lassen.
  2. Erst danach die Verbrennungsluft schließen – so kühlt der Raum nicht aus.
  3. Asche in einem Metalleimer mit Deckel zwischenlagern; auch scheinbar kalte Asche kann noch Glutstücke enthalten.

Bilder: Standbilder aus dem Informationsfilm „Richtig heizen mit Holz“.

Bei allen Schieberstellungen gilt die Bedienungsanleitung Ihres Ofens. Wir zeigen Ihnen bei der Übergabe gern alles direkt am Gerät – und wenn Sie vorher Fragen haben, beraten wir Sie in unserer Ausstellung in Ausbüttel.

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