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Brennholz richtig lagern – und wie Sie die Feuchte selbst messen

Gutes Feuer beginnt Monate vorher im Holzstapel. So trocknet Ihr Holz zuverlässig, so prüfen Sie es mit einem einfachen Messgerät – und daran erkennen Sie, dass es noch nicht so weit ist.

Brennholz richtig lagern – und wie Sie die Feuchte selbst messen

Die meisten Probleme, die uns Kunden mit ihrem Ofen schildern – schwarze Scheibe, Rauch beim Öffnen der Tür, wenig Wärme – haben eine gemeinsame Ursache: Das Holz ist zu nass. Wasser im Holz muss erst verdampfen, bevor es brennt. Das kostet Energie, kühlt das Feuer ab und sorgt für Ruß. Mit ein paar Handgriffen beim Lagern lässt sich das vermeiden.

Der richtige Platz für den Stapel

  • Luftig und möglichst sonnig: Eine Hauswand oder ein Unterstand auf der Süd- oder Westseite ist ideal. Wind trocknet mindestens so gut wie Sonne.
  • Oben abgedeckt, an den Seiten offen: Ein Dach oder eine Abdeckung hält Regen und Schnee fern. Eine Plane, die bis zum Boden reicht, staut dagegen die Feuchtigkeit.
  • Nicht direkt auf der Erde: Paletten oder Kanthölzer darunter halten den Stapel trocken.
  • Etwas Abstand zur Wand: Eine Handbreit reicht, damit hinter dem Holz Luft zirkulieren kann.
  • Nicht frisch in den Keller oder die Garage: Dort fehlt der Luftzug. Frisches Holz trocknet in geschlossenen Räumen kaum und kann schimmeln.
Grafik zur richtigen Lagerung von Brennholz: überdacht, mit Abstand zum Boden und zur Wand, an den Seiten offen.

Wie lange braucht Holz?

Das hängt von der Holzart und der Scheitgröße ab. Als grobe Richtschnur aus unserer Erfahrung:

  • Fichte, Kiefer, Birke: etwa ein bis zwei Sommer
  • Buche, Esche, Ahorn: etwa zwei Jahre
  • Eiche: eher zwei bis drei Jahre

Gespaltenes Holz trocknet deutlich schneller als ganze Rundlinge. Spalten Sie deshalb möglichst bald nach dem Einschlag.

So messen Sie richtig

Ein einfaches Holzfeuchte-Messgerät mit zwei Spitzen kostet nicht viel und erspart viel Ärger. Wichtig ist, wie Sie messen:

  1. Nehmen Sie ein Scheit aus der Mitte des Stapels, nicht von außen.
  2. Lassen Sie es ein, zwei Tage im warmen Raum liegen – kaltes Holz zeigt zu niedrige Werte.
  3. Spalten Sie es einmal durch und messen Sie auf der frischen Spaltfläche in der Mitte, quer zur Faser.
  4. Messen Sie mehrere Scheite und nehmen Sie den höchsten Wert ernst.

Das Messgerät zeigt in der Regel die Holzfeuchte bezogen auf das trockene Holz. Liegt der Wert unter 20 %, ist das Holz bereit. Gesetzlich erlaubt sind Werte unter 25 %, aber je trockener, desto besser brennt es.

Woran Sie nasses Holz auch ohne Gerät erkennen

  • Es zischt oder schäumt an den Stirnseiten, wenn es brennt.
  • Die Flammen bleiben klein und dunkelrot, die Scheibe wird schnell grau.
  • Zwei Scheite gegeneinander geschlagen klingen dumpf statt hell.
  • Die Rinde sitzt noch fest, an den Enden sind keine Trocknungsrisse zu sehen.

Unser Tipp

Holen Sie sich jeweils den Bedarf für zwei, drei Tage ins Haus. So hat das Holz Raumtemperatur, wenn es in den Ofen kommt, und brennt sofort sauber an. Mehr zum Anzünden und Nachlegen lesen Sie in unserem Beitrag Richtig heizen mit Holz.

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